Space Vertigo – Der ultimative freie Fall
Space Vertigo ist der Freefall Tower im Gardaland ed gehört zweifellos zu den nervenaufreibendsten Attraktionen des Parks. Eröffnet im Jahr 1998 im Zuge der großen Parkerweiterung (zusammen mit dem Blue Tornado), war er der erste Freefall Tower Italiens.
Obwohl Space Vertigo mit seinen 40 Metern Höhe im europäischen Vergleich eher kompakt wirkt, gilt er unter Kennern als einer der intensivsten Türme seiner Klasse. Doch warum ist das so?
Warum ist Space Vertigo so intensiv?
Die Intensität eines Freifallturms hängt nicht nur von der Höhe ab. Space Vertigo ist ein Turm mit unkontrolliertem freien Fall: Sobald die Kabine ausgeklinkt wird, rast sie allein durch die Schwerkraft ungebremst in die Tiefe. Das erzeugt ein Gefühl der absoluten Schwerelosigkeit (Airtime), das bis zum Einsetzen der Schlussbremse anhält.
Viele höhere Türme nutzen heute pneumatische Systeme, die den Fall "unterstützen" o sanfter regeln. Space Vertigo hingegen lässt der Physik freien Lauf. Das Ergebnis: Ein kurzer, aber extrem heftiger Moment der Gewichtslosigkeit, gefolgt von einer massiven Abbremsung von etwa 28 m/s². Diese Kombination macht den "Kick" subjektiv viel stärker als bei technologisch moderneren, höheren Anlagen.
Das Theming: Bakterien-Alarm im Weltraum
Space Vertigo ist mehr als nur ein Fallturm – er erzählt eine Geschichte. Das Szenario entführt die Besucher in eine Mondbasis, in der ein bakteriologischer Alarm ausgelöst wurde. Ein außerirdisches Virus bedroht die Crew, und der einzige Fluchtweg ist die Evakuierung über den 40 Meter hohen Startturm.
Der Wartebereich ist einer Raumstation nachempfunden, mit Metallwänden, Monitoren und futuristischen Instrumenten, die eine beklemmende Notfall-Atmosphäre schaffen. Diese erzählerische Tiefe steigert die psychologische Anspannung schon vor der eigentlichen Fahrt.
So funktioniert Space Vertigo
Das Prinzip ist simpel, aber hocheffektiv:
Der Aufstieg
Die Kabinen gleiten mit einer Geschwindigkeit von etwa 5 Metern pro Sekunde nach oben. Dieser langsame Aufstieg dauert nur wenige Augenblicke, reicht aber völlig aus, um den Blick über das Gardaland und den Gardasee schweifen zu lassen – und den Puls in die Höhe zu treiben.
Der Stopp am Scheitelpunkt
Oben angekommen, verharrt die Kabine für einige Sekunden. Das ist der Moment der maximalen Anspannung: Man hängt in 40 Metern Höhe und wartet auf das unvermeidliche Klicken des Auslösemechanismus.
Der freie Fall
Die Kabine wird ausgeklinkt und stürzt mit einer Beschleunigung von fast 9,8 m/s² (Erdbeschleunigung) in die Tiefe. Dabei wird eine Geschwindigkeit von ca. 65 km/h erreicht. Die Fallzeit ist kurz, aber das Gefühl der Schwerelosigkeit ist absolut.
Die Bremsphase
Die finale Abbremsung ist deutlich spürbar. Der abrupte Übergang von der Schwerelosigkeit zur starken Verzögerung ist das charakteristische Merkmal von Space Vertigo, das den "Magen-in-den-Hals-Effekt" garantiert.
Die Struktur: 4 Kabinen, 16 Plätze
Der Turm hat einen quadratischen Grundriss mit 4 Kabinen (eine pro Seite) für jeweils 4 Passagiere. Man sitzt mit dem Rücken zum Turm und blickt direkt ins Leere – eine Position, die das Höhenempfinden massiv verstärkt. Mit seinem markanten Design ist der Turm eine weithin sichtbare Landmarke im Park.
Space Vertigo in Zahlen
| Eröffnungsjahr | 1998 |
| Typ | Free Fall Tower |
| Höhe | 40 Meter |
| Fallgeschwindigkeit | ~65 km/h |
| Fallbeschleunigung | ~9,8 m/s² |
| Bremsverzögerung | ~28 m/s² |
| Kapazität | 4 Kabinen à 4 Plätze |
Ein Wendepunkt für Gardaland
Die Eröffnung von Space Vertigo im Jahr 1998 markierte den Moment, in dem Gardaland endgültig in die Liga der europäischen Adrenalin-Parks aufstieg. Zusammen mit Blue Tornado und den ein Jahr später eröffneten Jungle Rapids wurde ein Bereich geschaffen, der bis heute zu den beliebtesten des Parks zählt.
Für wen ist Space Vertigo geeignet?
Dieser Turm ist perfekt für Besucher, die den Nervenkitzel des freien Falls ohne Loopings oder Schrauben suchen. Die psychologische Komponente – das Warten an der Spitze – ist oft herausfordernder als der Fall selbst. Nicht empfehlenswert für Personen mit extremer Höhenangst oder empfindlichem Gleichgewichtssinn.
Zugangsvoraussetzungen:
- Mindestgröße: 140 cm
- Maximalgröße: 195 cm
- Einschränkungen: Nicht gestattet für Schwangere, Personen mit Herz-Kreislauf-, Rücken- oder Nackenproblemen.
Praktische Tipps
- Wann einsteigen? Dank der 4 Kabinen ist die Kapazität recht hoch. Die Wartezeiten sind oft kürzer als bei den großen Achterbahnen, aber in der Mittagszeit staut es sich auch hier.
- Die beste Aussicht: Die Plätze, die vom Park wegzeigen, bieten während der Auffahrt einen ungestörten Blick auf den schimmernden Gardasee.