Shaman – Italiens erste echte Achterbahn
Shaman, jahrzehntelang unter dem Namen Magic Mountain bekannt, ist die älteste und geschichtsträchtigste Achterbahn im Gardaland. Sie wurde 1984 erbaut und war der erste stationäre Steel-Coaster mit Inversionen in ganz Italien. Seit über vierzig Jahren begeistert sie Generationen von Besuchern am Gardasee.
Im Jahr 2025 knackte Shaman die Marke von 50 Millionen Passagieren – ein Rekord, der eindrucksvoll unterstreicht, welche zentrale Rolle diese Attraktion in der Geschichte des Parks spielt.
Ein Meilenstein der Gardaland-Geschichte
Als Magic Mountain 1984 eröffnete, war das Gardaland bereits neun Jahre alt, besaß aber noch keine Stahlachterbahn mit Überkopf-Elementen. Mit dieser Anlage änderte sich das Gesicht des Parks schlagartig: Aus einem primär familienorientierten Märchenpark wurde eine Top-Destination für Adrenalin-Junkies.
Das installierte Modell war für Italien eine absolute Neuheit. Europaweit existieren heute nur noch drei weitere Exemplare dieses Typs. Über viele Jahre hinweg war Shaman das Wahrzeichen des Gardaland, um das sich das gesamte Thrill-Angebot des Parks drehte.
Der Streckenverlauf von Shaman
Das Layout von Shaman ist kompakt, aber intensiv. Mit insgesamt 4 Inversionen und einer Fahrzeit von 2 Minuten und 10 Sekunden bietet sie das längste Fahrerlebnis aller Achterbahnen im Park.
Der Flug der Schamanen im Detail:
Der Aufstieg
Der Zug erklimmt den Lifthill bis auf 30 Meter Höhe. Oben angekommen, stürzt man sich ohne Verzögerung direkt in das Abenteuer – ganz ohne die Warte-Gedenksekunde moderner Dive Coaster.
Der First Drop
Eine 25-Meter-Abfahrt beschleunigt den Zug auf die Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h e führt direkt in die ersten Manöver.
Der Doppel-Looping
Das Herzstück der Bahn sind die zwei aufeinanderfolgenden Loopings, in der Fachwelt oft als „Killer-Loops" bekannt. Dieses Element machte die Bahn vom ersten Tag an berühmt und ist auch heute noch der intensivste Teil der Fahrt.
Die Korkenzieher-Inversionen
Nach den Loopings folgen zwei klassische Korkenzieher (Screw-Inversions), bei denen sich der Zug mit hohem Tempo um die eigene Achse dreht.
Die finale Helix
Die Fahrt endet mit einer dynamischen 360-Grad-Abwärtshelix, bevor die Bremsen greifen und der Zug zurück in die Station rollt.
Besonders hervorzuheben ist das Theming: Die Bahn ist in eine liebevoll gestaltete Landschaft mit einem künstlichen See, kleinen Wasserfällen und dichtem Baumbestand eingebettet, was für eine Achterbahn dieser Größe eine außergewöhnlich natürliche Atmosphäre schafft.
Shaman in Zahlen
| Eröffnungsjahr | 1984 |
| Typ | Steel Roller Coaster (Vekoma MK-1200) |
| Maximale Höhe | 30 Meter |
| First Drop | 25 Meter |
| Höchstgeschwindigkeit | 70 km/h |
| Inversionen | 4 (2 Loopings + 2 Korkenzieher) |
| Fahrtzeit | 2 Min. 10 Sek. |
Für wen ist Shaman geeignet?
Shaman ist ideal für Besucher mit einer moderaten Toleranz gegenüber Inversionen. Sie erreicht nicht die extreme Intensität von Oblivion oder Raptor, bietet aber dennoch ordentlich Nervenkitzel. Die Geschwindigkeit ist im Vergleich zu modernen Coastern eher gemütlich, und die Kräfte wirken gleichmäßig.
Sie ist die perfekte Wahl für die „erste Überkopf-Erfahrung" oder für Fans, die ein Stück europäische Freizeitpark-Geschichte hautnah erleben wollen.
Zugangsvoraussetzungen:
- Mindestgröße: 120 cm
- Maximalgröße: 205 cm
- Einschränkungen: Nicht gestattet für Schwangere, Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Rückenleiden oder nach Operationen.
Praktische Tipps
- Wann einsteigen? Wie bei allen Hauptattraktionen ist die Wartezeit zwischen 11:30 und 15:00 Uhr am höchsten. Die frühen Morgenstunden oder der späte Nachmittag sind ideal für eine Fahrt ohne langes Anstehen.
- Lohnt sich die Fahrt? Shaman ist vielleicht nicht die schnellste Bahn im Park, aber definitiv die mit der meisten „Seele". Wer das Gardaland zum ersten Mal besucht, sollte diese 2 Minuten und 10 Sekunden Achterbahn-Kultur nicht verpassen.